Mit dem Bergischen e-Bike zur Arbeit oder am Wochenende die Natur genießen

Verleihsystem wird gerne genutzt – positive Entwicklung der Ausleihzahlen

Rheinisch-Bergischer Kreis. Seit knapp einem halben Jahr ist das Verleihsystem „Bergisches e-Bike“ in allen Kommunen des Rheinisch-Bergischen Kreises am Start – und die Ausleihzahlen können sich sehen lassen. Insgesamt wurden die Räder 5.714 Mal ausgeliehen (Stichtag 1. Dezember). Der Monat mit den höchsten Zahlen war dabei der September (2.179). Die überwiegend gute Witterung lockte aber auch im Oktober fast 1.000 und im November immerhin noch 835 Personen auf den Sattel der Bergischen e-Bikes. Betrachtet man die einzelnen Stationen, so liegt der Bahnhof in Rösrath an der Spitze. Hier wurden mehr als 750 Räder gebucht. Betrachtet man alle Stationen in einer Kommune, hat die Stadt Bergisch Gladbach mit fast 1.350 Ausleihen die Nase vorn.

Das Angebot ist vor allem für Ausflüge und Touren am Wochenende beliebt, samstags wurden rund 1.000 Räder ausgeliehen, sonntags waren es mit knapp 1.250 sogar noch etwas mehr. Aber auch Pendlerinnen und Pendler nutzen den Service für ihren Weg zur Arbeit, wie die hohen Rückgaben an den virtuellen Stationen in Refrath (114) oder am Technologiepark (92) zeigen. In einem Interview mit dem 31-jährigen Alexander Niederlehner aus Köln-Dellbrück und dem Ehepaar Mechthild und Antonius Schmees aus Wermelskirchen, 67 und 68 Jahre alt, berichten diese von ihren Erfahrungen mit den E-Bikes, was sie daran besonders schätzen und was noch verbessert werden könnte.

Wie nutzen Sie das Bergische e-Bike?  
AN:
Für mich ist das Bergische e-Bike eine gute Option, um möglichst schnell aus Dellbrück zu meiner Arbeit im Technologiepark in Moitzfeld (Bergisch Gladbach) zu kommen. Im Sommer fahre ich mit der S-Bahn bis nach Bergisch Gladbach und schwinge mich dort fast täglich in den Sattel. Die Fahrt über den Agger-Sülz-Radweg und den Königsforst ist schön, geht schnell und macht richtig Spaß. Im Technologiepark gibt es dann eine virtuelle Station, wo ich das Fahrrad ganz einfach abstellen kann. Zum Feierabend geht’s dann die gleiche Strecke wieder zurück. Momentan nutze ich das Rad aufgrund der Witterung seltener, aber ich freue mich schon, wenn es im Frühjahr wieder losgeht.

Mechthild Schmees: Wir haben im vergangenen Sommer zum Kennenlernen der Bergischen e-Bikes zunächst kleinere Touren auf der Balkantrasse gemacht. Danach wurden wir mutiger und unternahmen eine Fahrt zu unserer Tochter nach Bensberg. Die Strecke durch den Wald und an der Dhünn entlang war sehr abwechslungsreich und einfach zum Genießen. Durch die elektrische Unterstützung waren wir danach überhaupt nicht erschöpft, sondern einfach nur begeistert. Das kreisweite Verleihsystem ermöglicht es, die Fahrräder in Bensberg am Busbahnhof wieder abzustellen, über Nacht aufzuladen und am nächsten Morgen damit nach Wermelskirchen zurückzufahren – und das zu einem günstigen Preis.

Was sind für Sie die Vorteile des Verleihsystems? Wie zufrieden sind Sie mit dem Bergischen e-Bike?
AN:
Für mich ist das Bergische e-Bike im Alltag eine hervorragende und klimafreundliche Alternative zu anderen Verkehrsmitteln. Meine Mobilität hat sich in vielerlei Hinsicht verbessert: Ich muss seltener umsteigen, bin flexibler und deshalb oft sogar schneller als mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Gleichzeitig bewege ich mich und tue etwas für meine Gesundheit. Durch die elektrische Unterstützung bin ich schnell unterwegs, das macht schon Spaß! Die Ausleihe und Abgabe mit der nextbike-App ist einfach und funktioniert einwandfrei. Und wenn es doch mal hakt, bekommt man per Telefon oder über die  Feedback-Funktion in der App schnell Hilfe durch den Kundenservice. Auch die Kosten sind überschaubar: Da ich fast täglich mit dem e-Bike fahre, lohnt sich für mich das monatliche Abo, weil ich dann die ersten 30 Minuten kostenlos fahre. Länger brauche ich für meinen Weg fast nie. Und mit meinem Jobticket spare ich dabei noch zusätzlich.

Antonius Schmees: Wir empfanden das Ausleihen als sehr einfach und unkompliziert − auch für Nicht-Profis im Umgang mit digitalen Medien. Nach unseren guten Erfahrungen haben wir vielen Freunden und Bekannten von dieser großartigen Ausleihmöglichkeit für E-Bikes erzählt und auch sie dafür begeistert.

Haben Sie Wünsche und Anregungen?
AN:
Die virtuelle Station am Technologiepark ist für den Anfang super, aber natürlich würde ich mich noch viel mehr über eine feste Mobilstation vor Ort freuen. Dann könnte man die Räder beispielsweise auch Aufladen. Auch die virtuellen Stationen könnten noch ausgebaut werden, damit man bei der Abgabe der E-Bikes flexibler ist. Vielleicht wäre ja sogar eine Art Flexizone denkbar, in der das Rad praktisch überall abgegeben werden kann?

Antonius Schmees: Es wäre schön, wenn es an den stark frequentierten Stationen mehr Räder geben würde. Besonders an den Wochenenden standen für uns leider oft keine zwei E-Bikes zur Ausleihe bereit. Insbesondere für längere Fahrten wäre es auch gut, wenn man das Fahrrad unterwegs aufladen könnte, ohne dass damit gleich der Tarif beendet wird. Da wir gerne auch unsere Enkelkinder zu Radtouren mitnehmen, würden wir uns freuen, wenn die Räder die Möglichkeit bieten würden, Kindersitze und Fahrradtaschen anzubringen – das ist momentan leider noch nicht der Fall, da könnte noch nachgebessert werden. Ansonsten sind wir von dem Angebot sehr begeistert und freuen uns schon auf das Frühjahr, wenn das wärmere Wetter weitere Fahrten ins Bergische zulässt.

Die Interviews führte Hannah Weisgerber (Rheinisch-Bergischer Kreis).

 

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