Das Bergische e-Bike legt los!

Landrat Santelmann Bürgermeister und politische Vertreter testen das Bergische e-Bike

Das neue und umweltfreundliche Mobilitätsangebot "Bergisches e-Bike" ist am 9. Juli an den Stationen an den Bahnhöfen in Rösrath und Leichlingen gestartet. Die Räder können dort ab sofort ausgeliehen und nach Herzenslust zur Mobilität eingesetzt werden. Dies ist bereits das zweite E-Bike-Verleihsystem der RVK, nachdem das RVK e-Bike im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis und der Gemeinde Weilerswist (Kreis Euskirchen) im Jahr 2019 gestartet war und seitdem erfolgreich läuft. Das Bergische e-Bike ist nun gar deutschlandweit ein Novum: Nirgendwo sonst gibt es ein solches Angebot, das einen ganzen Landkreis flächendeckend abdeckt.

Bis zum 23. Juli folgen die weiteren Standorte in Bergisch Gladbach am S-Bahnhof und am Bensberger U-/ Busbahnhof, im Zentrum von Odenthal, in der Mitte von Kürten, am Overather Bahnhof sowie am Busbahnhof in Wermelskirchen. Odenthal-Altenberg und der Raiffeisenplatz in Burscheid werden im August Teil des Netzes.

„Wir starten an den ersten zehn Standorten mit 81 E-Bikes“, erläutert RVK-Geschäftsführer Eugen Puderbach, „um den Menschen weitere Mobilitätsangebote zu bieten und somit den Umweltverbund aus ÖPNV und Radverkehr zu stärken.“

„Mobilität und Klimaschutz sind entscheidende Aspekte für die Zukunft und Entwicklung des Rheinisch-Bergischen Kreises“, unterstreicht Stephan Santelmann, Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises, die Bedeutung, „mit dem E-Bike-Verleihsystem und den Mobilstationen schaffen wir für die Bevölkerung ein hervorragendes sowie umweltfreundliches Mobilitätsangebot. Damit verbessern wir die Attraktivität der Bahnhöfe und Haltestellen durch zusätzliche Verkehrsmittel.“

Schnell zum E-Bike

Um das Bergische e-Bike auszuleihen, muss man sich zuvor einmalig beim Betreiber nextbike registrieren. Das kann über mehrere Wege erfolgen: Zum einen ist dies direkt an den Stationen über die dort verbauten Terminal-Touchscreens möglich, weiterhin kann man sich aber auch über die nextbike-App und deren Homepage oder telefonisch registrieren.

Virtuelle Stationen

Um das System von Beginn an sinnvoll zu ergänzen, wird es zu den zehn festen Stationen weitere 20 virtuelle Stationen geben. Die genauen Standorte der virtuellen Stationen werden in der nextbike-App angezeigt und vor Ort durch ein Schild signalisiert. Das E-Bike muss also nicht zwingend an einer Mobilstation wieder abgegeben werden.

An den folgenden Orten sind virtuelle Stationen vorgesehen: – Bergisch Gladbach-Herrenstrunden, – Bergisch Gladbach-Refrath, – Bergisch Gladbach-Schildgen, – Bergisch Gladbach-Technologiepark, – Burscheid-Dierath, – Burscheid-Rathaus, – Kürten-Bechen, – Kürten-Biesfeld, – Leichlingen-Busbahnhof, – Leichlingen-Witzhelden, – Odenthal-Blecher, – Odenthal-Eikamp, – Odenthal-Neschen, – Odenthal-Voiswinkel, – Overath-Heiligenhaus, – Overath-Marialinden, – Rösrath-Forsbach, – Rösrath-Hoffnungsthal,–  Wermelskirchen-Dabringhausen, – Wermelskirchen-Dhünn.

Zum Hintergrund des Projekts

Mit der Verabschiedung des Integrierten Mobilitätskonzepts im vergangenen Jahr durch den Kreistag wurden die Weichen für eine nachhaltige Mobilitätsentwicklung im Rheinisch-Bergischen Kreis gestellt. Wichtige Bausteine dieses Konzepts sind die bereits erfolgreiche Qualitätsoffensive im ÖPNV, Radschnellwege und die Einrichtung von 20 Mobilstationen, die verschiedene Verkehrsmittel und Angebote geschickt miteinander verknüpfen. Als erster Baustein der Mobilstationen startet das Bergische e-Bike.

Von der Regionale 2025 erhielten die Mobilstationen den A-Stempel wodurch die finanziellen Zuwendungen ermöglicht werden. Als Teil des Förderprogramms KommunalerKlimaschutz.NRW werden die Mobilstationen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Wichtiger Baustein im Mobilitätsmix

Mit dem Mobilitätskonzept verfolgt der Rheinisch-Bergische Kreis verschiedene Ziele: Das innerstädtische Verkehrsaufkommen soll reduziert werden und damit eine Notwendigkeit eines Zweit- oder Drittwagens in manchen Haushalten verringert werden. Ebenfalls ist schon eine Stärkung des ÖPNV durch eine höhere Taktung auf den einzelnen Linien erfolgt. Und auch die Stärkung von Standorten, an denen verschiedene Mobilitätsangebote zusammenkommen, ist wichtiger Bestandteil des Mobilitätskonzepts. Ein Schlüsselprojekt davon sind die Mobilstationen, die als moderne und attraktive Drehscheiben für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer dienen. 

Dadurch sollen PKW-Fahrten vermieden werden, indem an zentralen Orten wie Bahnhöfen verschiedene Angebote bereitgestellt werden, um mehr Mobilität zu ermöglichen und CO2-Emmissionen zu verringern. Die Mobilstationen sind modular aufgebaut und enthalten je nach Standort Bausteine wie das E-Bike-Verleihsystem, E-Carsharing-Angebote, Park & Ride-Anlagen, Fahrradabstellanlagen und Fahrradboxen. Wenn die Mobilstationen fertiggestellt sind, verfügt der Rheinisch-Bergische Kreis über ein weiteres Alleinstellungsmerkmal. Bislang gibt es in Nordrhein-Westfalen noch kein flächendeckendes Netz von Mobilstationen, das ändert sich dann im kommenden Jahr. „Für Rösrath ist die Mobilstation ein ganz wichtiger Baustein in unserem Mobilitätsmix“, macht Bürgermeister Marcus Mombauer deutlich, „das E-Bike-Verleihsystem ist ein niederschwelliges Angebot, um dem Umstieg auf das Zweirad einmal auszuprobieren und es dann hoffentlich regelmäßig zu nutzen.“

Tarif

Bei einer telefonischen Registrierung wird eine Gebühr von 3 Euro fällig, die übrigen Registrierungsmethoden sind kostenlos. Wenn man das Kundenkonto mit einer VRS-Abokarte verknüpft, radelt man deutlich günstiger. Bereits ab einem Euro pro 30 Minuten können die E-Bikes dann entliehen werden. Für Nicht-VRS-Kunden kostet dies 2 Euro. Die Tageshöchstsätze liegen bei 12 beziehungsweise 18 Euro. Wer das E-Bike in der Zeit zwischen 17 Uhr nachmittags und 8 Uhr des Folgetages entleihen möchte, kann den günstigen Übernachttarif für 2 Euro (VRS-Abonnenten) beziehungsweise 3 Euro nutzen und das E-Bike bis nach Hause mitnehmen. Daneben gibt es einen monatlich kündbaren Monatstarif (12 beziehungsweise 15 Euro) sowie einen Jahrestarif (48 beziehungsweise 60 Euro), bei dem jeweils die erste halbe Stunde einer jeder Fahrt kostenfrei ist.

Übrigens:

Mit dem Gutscheincode 445344, einzugeben in der nextbike-App, haben alle Nutzerinnen und Nutzer des Systems eine einmalige 30-minütige Freifahrt.

Die Ausleihe kann dann mit der verknüpften VRS-Abokarte, am Terminal, über die nextbike-App oder telefonisch erfolgen. Für Letzteres benötigt man lediglich die Nummer des auszuleihenden Pedelecs. Die geliehenen Räder können nach der Fahrt ganz bequem an einer festen oder virtuellen Station zurückgegeben werden, indem man das Rad in einen freien Stellplatz der Station schiebt oder das Schloss am Hinterrad nach unten drückt. Eine genaue Bedienungsanleitung ist an jeder Station und an jedem E-Bike vorhanden.

Zur Anmeldung für das Bergische e-Bike HIER klicken.

 

 

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