Weiße Tastatur mit einer grünen Taste, die ein Rollstuhlfahrer-Piktogramm zeigt

Mobilität für alle – barrierearm unterwegs mit der RVK

Barrieren werden oft erst sichtbar, wenn man selbst betroffen ist. Ein Beispiel: Mit einem Gipsfuß kann man kein Auto fahren – Busfahren dagegen schon. Deshalb setzt die RVK seit 1996 ausschließlich auf Niederflurbusse mit Absenkfunktion („Kneeling“), die einen möglichst einfachen Einstieg ermöglichen.

Auch unser Fahrpersonal wird regelmäßig geschult, um die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung besser zu verstehen und im Alltag sensibel zu unterstützen.

Unser Anspruch ist klar: Mobilität soll für alle Menschen selbstbestimmt möglich sein – unabhängig davon, ob sie eine Seh-, Hör- oder Mobilitätseinschränkung haben. Besonders im öffentlichen Nahverkehr bedeutet Barrierefreiheit ein großes Stück Lebensqualität und Selbstständigkeit.

Darum arbeiten wir kontinuierlich gemeinsam mit Verbänden und Interessenvertretungen daran, unser Angebot weiter zu verbessern. Auch digital: Unser Internetauftritt ist barrierearm gestaltet und wird laufend weiterentwickelt.

Zur Verbesserung verpflichtet

Bereits im Jahr 2009 haben sich die RVK vertraglich verpflichtet, bestimmte Zielvorgaben zur Verbesserung der Situation für behinderte Menschen umzusetzen. Angestoßen wurde das Projekt vom Paritätischen Wohlfahrtsverband NRW, angeschlossen haben sich inzwischen zahlreiche weitere Verbände und Vereine. 

Ausschnitt eines Fotos mit einem Rollstuhlfahrer, der aus einem Bus herausfährt

Barrierefreies Busfahren

Der Fuhrpark der RVK ist ca. zu 95 % barrierefrei – für Fahrgäste mit Kinderwagen, Rollator, Gepäck oder im Rollstuhl. Schauen Sie hier im Detail, welche Ausstattung unsere barrierefreien Busse haben. 

  • Kneeling-Funktion

    Unsere Busse senken sich auf der Einstiegsseite ab, um Fahrgästen mit Rollator oder Kinderwagen den Ein- und Ausstieg zu erleichtern.

  • Kontrastreiche Gestaltung

    Der Innenraum unserer Busse, insbesondere die Haltestangen und Taster sind besonders kontrastreich gestaltet (nach DIN 32975), um sehbeeinträchtigen Menschen die Wahrnehmung zu erleichtern. Ebenso sind die Podestkanten signalgelb markiert.

  • Akustische und visuelle Haltestelleninformationen

    Informationen über den Linienweg und die nächsten Ausstiegsmöglichkeiten werden sowohl auf akustischem als auch auf visuellem Weg geboten. Unsere Busse verfügen überdies über Außenlautsprecher und können bedarfsgerecht genutzt werden. 

  • Manuelle Klapprampe

    An Tür 2 eines jeden unserer Busse befindet sich im Boden eine manuell bedienbare Klapprampe, die insbesondere Rollstuhlfahrern den Ein- und Ausstieg ermöglicht.

  • Großzügige Mehrzweckfläche

    Direkt an Tür 2 in unseren Bussen anschließend befindet sich eine geräumige Mehrzweckfläche, die Rollstühlen, Rollatoren, Kinderwagen oder Fahrrädern ausreichend Platz bietet. Der Rollstuhlplatz ist außerdem mit einem Sicherheitsgurt versehen, für Rollatoren stehen ebenfalls Sicherungsmöglichkeiten zur Verfügung.

  • Anforderungstaster innen & außen

    Mithilfe der Anforderungstaster (Rollstuhlsymbol) können Fahrgäste das Fahrpersonal dafür sensibilisieren, dass beim Ein- und Ausstieg besondere Aufmerksamkeit anzubringen ist.

Barrierearmes Busfahren - Tipps und Tricks

Unsere Busfahrerinnen und Busfahrer werden regelmäßig und nachhaltig darin geschult, sich eine möglichst harmonische Fahrweise anzueignen, nicht zuletzt um Fahrgäste durch plötzliche und unvorhersehbare Fahrmanöver nicht zu gefährden und Stürze zu verursachen. Doch manchmal lässt es sich nicht verhindern, dass unsere Fahrerinnen und Fahrer abrupt bremsen oder einem Hindernis ausweichen müssen. Dies kann unter den Fahrgästen zu Verletzungen führen, die unter gewissen Bedingungen oder unter Nutzung der im Bus vorhandenen Gadgets vermeidbar hätten sein können. Welche Bedingungen und Gadgets dies sind und was Fahrgäste selbst tun können, um das Verletzungsrisiko zu minimieren, wird im Folgenden (nicht vollumfänglich) erläutert.
 

  • Für Menschen mit Sehbehinderung bieten kontrastreiche Innenräume sowie akustische Haltestellenansagen eine gute Orientierung. Fahrgäste mit Hörbehinderung profitieren von den Displays im Bus, auf denen alle Haltestellen visuell angezeigt werden.
  • Der sichere Ein- und Ausstieg mit dem Rollstuhl ist in nahezu allen Fahrzeugen durch manuell bedienbare Klapprampen an der zweiten Tür gewährleistet. Seit 2010 verfügen alle neuen Busse zudem über zwei Rollstuhlplätze. Rollstuhlnutzende werden gebeten, sich gut sichtbar an der Haltestelle aufzustellen und dem Fahrpersonal ein Zeichen zu geben. Der Einstieg erfolgt grundsätzlich über die hintere Tür – dies gilt auch für Fahrgäste mit Kinderwagen, Rollator oder großem Gepäck.
  • Im Bus befindet sich der Rollstuhlplatz mit Anschnallgurt im Bereich der hinteren Tür. Im Multifunktionsbereich sollten Rollstuhlnutzer sich rückwärts zur Fahrtrichtung positionieren, die Bremse aktivieren und bei Bedarf die vorhandenen Sicherheitsbügel nutzen.
  • Für einen reibungslosen Ausstieg empfiehlt es sich, dem Fahrpersonal bereits beim Einstieg mitzuteilen, an welcher Haltestelle Sie aussteigen möchten. Vor der Zielhaltestelle ist außerdem der blaue Haltewunschtaster mit Rollstuhlsymbol zu betätigen. Wer unsicher ist, nutzt am besten die vordere Tür in unmittelbarer Nähe zum Fahrer.
  • Auch für Fahrgäste mit Rollator gelten einige wichtige Hinweise: Während der Fahrt sollte der Rollator mit einem Gurt gesichert und die Bremse angezogen werden. Beim Ausstieg ist es sicherer, den Rollator rückwärts aus dem Bus zu führen, um eine mögliche Sturzgefahr durch Spaltbildung zu vermeiden. Eine zusätzliche Festhaltemöglichkeit an der Tür erleichtert dabei den sicheren Ausstieg.

Fragen oder Anregungen?

Fahrgäste wenden sich bitte an die

RVK-Servicenummer
Telefon: 0221 1637-1990

Dein Kontakt für Detailfragen

Gregor Maul

Telefon: 02211637500
Email: gregor.mauel@rvk.de

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