Auf dem Bild stehen Menschen lächelnd vor dem grünen Fahrschulbus der RVK. Ein Fahrlehrer zeigt mit seinen Armen auf die geöffnete Tür.

Dr. Marcel Frank (Geschäftsführer der Regionalverkehr Köln GmbH), Nicole Thieler (Abteilungsleitung Personal und Recht), Lutz Lang, Heiko Herr (beide Fahrlehrer), Lars Grasemann (Leitung Akademie) und Ingo Krewitt (Abteilungsleitung Fahrschule)

Das Bild zeigt die Hecks von drei Fahrschulbussen mit der Aufschrift "Nicht nur mitfahren. Selbst fahren."
Das Bild zeigt die Seitenansicht des Fahrschulbus, auf dem ein gezeichneter Bus abgebildet ist.

RVK setzt ersten Fahrschulbus mit Wasserstoffantrieb in Deutschland ein

Die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) setzt konsequent ihren Weg in der Transformation des Fuhrparks mit alternativen Antrieben fort. Als erstes Verkehrsunternehmen in Deutschland nimmt die RVK nun einen Fahrschulbus mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle in Betrieb. Wasserstoffbusse weisen eine andere Fahrdynamik auf als beispielsweise Dieselbusse. Auch gelten andere Voraussetzungen für eine energieeffiziente Fahrweise. Die RVK kann nun diese Aspekte in der Praxis vermitteln. Dies stellt einen wichtigen Fokus für die Ausbildung neuer Fahrpersonale dar, die bei der RVK auf rund 160 Wasserstoffbusse im Linienbetrieb treffen – und damit auf die größte Flotte in Europa. 

Teil der Flottenerweiterung mit sechs Wasserstoffbussen

Das Fahrzeug stammt aus einer Serie von fünf gebrauchten Bussen des Typs Solaris Urbino 12 Hydrogen. Ein Gewinn für die RVK und die regionale Mobilität, denn die Marktlage für Wasserstoffbusse ist angespannt. Neufahrzeuge sind nur mit langen Vorlaufzeiten erhältlich. Fünf der sechs Busse werden in den Linienbetrieb gehen. Alle Fahrzeuge wurden in den vergangenen Wochen auf den technischen Standard der RVK gebracht. Der neue Fahrschulbus wurde entsprechend umgebaut mit weiteren Pedalen und einem Frontsitz für den Fahrlehrenden. Zudem wurde ein System aus Kameras und Monitoren installiert, das dem Ausbilder Außenansichten bei Fahrmanövern liefert. Auf zusätzliche Außenspiegel wird bei dem Fahrschulbus bewusst verzichtet. Die Auszubildenden sollen den Bus so kennenlernen, wie sie ihn später auch im Regelbetrieb fahren. 

Ausbildung bei der RVK erreicht neues Niveau

Neben zwei Fahrschulbussen mit Dieselantrieb bei der RVK ist nun der erste Wasserstoffbus in Deutschland auf den Straßen unterwegs. Er bringt für die Fahrausbildung einige wichtige Faktoren mit, die im Alltag zukünftiger Fahrpersonale wichtig sind. Ein nicht zu unterschätzender Ausbildungsfaktor ist das Fahrverhalten eines Wasserstoffbusses. Es ist davon geprägt, dass sich die Antriebs- und Wasserstofftechnik wie beispielsweise der Tank, die Brennstoffzelle, die Kühlanlage und auch eine Batterie zum Zwischenspeichern von Energie in einem Dachaufbau befinden. Das ist wesentlich aus Sicherheitsgründen notwendig und sorgt dafür, dass der Schwerpunkt des Fahrzeuges deutlich höher liegt als beispielsweise bei Dieselbussen. Die Folgen machen sich nicht zuletzt bei Kurvenfahrten und Bremsmanövern bemerkbar. 

Auch müssen Fahrpersonale beim Wechsel von einem Dieselbus auf die Antriebsform Wasserstoff eine andere Fahrweise verinnerlichen. Gilt es bei einem Dieselbus, möglichst wenig mit der Bremse zu arbeiten, um einen erhöhten Dieselverbrauch beim anschließenden Beschleunigen zu vermeiden, wirkt sich der Einsatz des Bremspedals bei einem Wasserstoffbus positiv auf den Treibstoffverbrauch aus. 

Der durch die Brennstoffzelle erzeugte Strom fließt bei dem Wasserstoffbus in einen Elektromotor, der wie herkömmliche Elektromotoren über sogenannte Rekuperation Bremsenergie zurückspeist in die Pufferbatterie. Diese Zusammenhänge können ab sofort neben der Theorie auch in der Praxis bei der RVK vermittelt werden. Dadurch erhält die Ausbildung von Fahrpersonal einen zusätzlichen als auch notwendigen Mehrwert. Zudem wächst die Flotte an Bussen mit alternativen Antrieben bei der RVK weiter stark an, während Dieselbusse zunehmend aus dem Fuhrpark verschwinden.  

Dr. Marcel Frank, Geschäftsführer der RVK: „Mit dem zusätzlichen Bus für unsere Fahrschulflotte können wir unsere Ausbildungsaktivitäten verstärken und heben die Ausbildung der Fahrer zudem auf ein neues Level. Der Wasserstoffbus ermöglicht es unserem Fahrschulteam, die Ausbildung im Umgang mit alternativen Antrieben im öffentlichen Personennahverkehr voranzutreiben. Die RVK bleibt damit konsequent auf ihrem Zukunftskurs.“

Neben einigen Fahrstunden mit dem Wasserstoffbus wurde am 13. Oktober auch die erste Fahrprüfung mit dem Neuzugang der RVK absolviert. Mit erfolgreichem Ergebnis für den Fahrschüler, der damit nun Teil das Fahrpersonals des Verkehrsunternehmens ist und bestens auf Wasserstoffbusse vorbereitet ist.  

AlleFahrschulbusse mit neuer Optik

Auch optisch haben alle drei Fahrschulbusse der RVK ein Makeover erhalten. Auf dem Heck der Fahrzeuge werden Interessentinnen und Interessenten direkt mit einem neuen Slogan adressiert: „Nicht nur mitfahren. Selbst fahren.“ Das schlichte aber dennoch aufmerksamkeitserregende Aussehen des Busses wurde an das aktuelle Corporate Design der RVK angepasst.   

Auf den Seiten des Fahrzeuges wird unter anderem in Form einer stilisierten Karte das gesamte Verkehrsgebiet der RVK dargestellt. Der nunmehr technisch und optisch aufbereitete Bus befindet sich ab sofort im täglichen Einsatz für die RVK-Fahrschule.

Auf dem Bild stehen Menschen lächelnd vor dem grünen Fahrschulbus der RVK. Ein Fahrlehrer zeigt mit seinen Armen auf die geöffnete Tür.
Das Bild zeigt die Hecks von drei Fahrschulbussen mit der Aufschrift "Nicht nur mitfahren. Selbst fahren."
Das Bild zeigt die Seitenansicht des Fahrschulbus, auf dem ein gezeichneter Bus abgebildet ist.