Das bIld zeigt Jonas Löhr, Dr. Marcel Frank, Landrat Arne von Boetticher und Gabi Wilhelm vor den neuen Bergischen e-Bikes

Erfolgsstory Bergisches e-Bike erhält Rundumerneuerung

Das Bergische e-Bike steht für eine attraktive, moderne und zeitgemäße Mobilität. Die Ausleihzahlen steigen kontinuierlich an und unterstreichen die Akzeptanz. Nach sechs erfolgreichen Jahren wurde die Flotte nun komplett erneuert und die neuen Bergischen e-Bikes eingeweiht. Damit bauen Kreis, Städte und Gemeinden sowie das Verkehrsunternehmen RVK als starke Partner ihr hochwertiges Mobilitätsangebot für die Menschen in allen acht Kommunen des Rheinisch-Bergischen Kreises weiter aus und machen ein attraktives Angebot für den Umstieg in eine nachhaltige Mobilität. Das System besteht nun aus 150 neuen e-Bikes, mit denen sich auch topografisch anspruchsvollere Strecken im Bergischen einfach zurücklegen lassen und die den Aktionsradius im Alltag erweitern. Erstmals wird das Angebot um 20 Standardräder ergänzt. „Das Bergische e-Bike erzählt eine Erfolgsgeschichte und leistet einen konkreten Beitrag zur Mobilitätswende im Rheinisch-Bergischen Kreis. Es freut mich, dass wir dieses Angebot mit einer neuen Flotte Bergischer 
e-Bikes den Menschen weiterhin machen können. Dafür arbeiten wir täglich Hand in Hand mit allen Kommunen und unseren Partnern wie der RVK zusammen“, macht Landrat Arne von Boetticher deutlich.

Das Bergische e-Bike richtet sich an Personen, die hier wohnen und arbeiten. Radmobilität ist ein wichtiger Baustein, der es ermöglicht, umweltfreundlich und alltagstauglich unterwegs zu sein. Als sinnvolle und attraktive Ergänzung des ÖPNV unterstützt das Bergische e-Bike dabei, Wohn- und Gewerbegebiete noch besser zu erschließen, dient als Zubringer für Bus und Bahn, sorgt für ein 24/7-Angebot in Randzeiten, in denen das ÖPNV-Angebot reduziert ist, und kann unnötige Umstiege vermeiden. „Mit dem Bergischen e-Bike bringen wir nachhaltige Mobilität in unserer Region einen großen Schritt voran. Das Mietradsystem ist ein praktisches und flexibles Angebot für den Alltag und stärkt die Verbindung zum ÖPNV. Dass der Rheinisch-Bergische Kreis das System bis Dezember 2028 weiter finanziert, ist ein starkes Signal für ein verlässliches und zukunftsfähiges Mobilitätsangebot“, erklärt RVK-Geschäftsführer Dr. Marcel Frank. Darüber hinaus erfreut sich das Angebot zunehmender Nachfrage auch bei Tagesausflüglern und Übernachtungsgästen. Das Fahrradfahren gewinnt im Rheinisch-Bergischen Kreise neben seiner wichtigen Rolle im Alltag auch als Freizeitfaktor immer mehr an Bedeutung.

Entscheidende Komponente der Mobilstationen

Als flächendeckendes Fahrradmietsystem im Kreis ist das Bergische e-Bike ein entscheidender Bestandteil der Mobilstationen und bietet einen großen Mehrwert für die Menschen in der Region. Die Mobilstationen sind wichtige Verknüpfungspunkte und ermöglichen flexible Mobilität in der Region, da verschiedene Verkehrsmittel und Angebote an zentralen Haltestellen beziehungsweise Bahnhöfen zusammentreffen. Dazu zählen das Mietradsystem, Fahrradboxen und Fahrradabstellanlagen, E-Carsharing mit dem wupsi-Car sowie Fahrradreparatursäulen. Diese Angebote werden miteinander verknüpft und ermöglichen den einfachen Umstieg auf nachhaltige Verkehrsmittel wie Bus und Bahn.

Ausleihzahlen stark angestiegen

Die Akzeptanz und den Erfolg des Bergischen e-Bikes zeigen nicht zuletzt die Ausleihzahlen, die sich in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelt haben. 2023 wurden die Räder kreisweit 14.553-Mal ausgeliehen, 2024 stieg die Zahl auf 24.870 und 2025 auf 30.257. Zum Start standen 81 E-Bikes an zehn Stationen im gesamten Kreisgebiet zur Verfügung, heute sind es 150 E-Bikes und 20 Standardräder ohne Antrieb an mehr als 60 Stationen.

Mit der Ausweitung des Stationsnetzes steigen auch die Ausleihzahlen deutlich. In Wermelskirchen haben sich diese durch zwei zusätzliche Stationen im Zuge der Brückensperrung der A1 nahezu vervierfacht – von 1.356 im Jahr 2024 auf 5.135 in 2025. An der Mobilstation am Raiffeisenplatz in Burscheid-Hilgen stieg die Zahl der Ausleihen um 254 auf insgesamt 1.314.

Aufgrund eines Kreistagsbeschlusses finanziert der Rheinisch-Bergische Kreis den Betrieb. Das E-Bike-Verleihsystem ist zudem ein gutes Beispiel für die interkommunale Zusammenarbeit in der Region. Gemeinsam mit den Mobilitätsmanagerinnen und -managern vor Ort werden geeignete Standorte ausgewählt und bei Baustellen Interimsstandorte eingerichtet. Das geschah zuletzt in Leichlingen, wo im Zuge der Bahnhofssanierung eine zusätzliche Station am Haltepunkt des Schienenersatzverkehrs geschaffen wurde.

Das System wird gemeinsam mit den Kommunen, der RVK und nextbike als Dienstleister des Fahrradverleihsystems kontinuierlich weiterentwickelt. Im Übergang nach Leverkusen, Köln und in den Rhein-Sieg-Kreis, wo ebenfalls Fahrradmietsysteme etabliert sind, wurden unter anderem gemeinsame Stationen für Ausleihe und Rückgabe der Räder geschaffen.

Vorteile für VRS-Kundinnen und -Kunden

Es gelten die üblichen VRS-Tarife und die Ausleihe ist einfach. Mit einem VRS-Abo oder dem Deutschlandticket ist die erste halbe Stunde für beide Rädertypen kostenfrei. VRS-Abonnentinnen und -Abonnenten zahlen für ein Pedelec nach der ersten halben Stunde weiterhin 2 Euro je weitere 30 Minuten. Der Tarif bleibt damit stabil und attraktiv. Der Halbstundentarif ohne Abo wird erstmals nach sechs Jahren von 2 Euro auf 2,50 Euro angepasst. Der Halbstundentarif für ein Standardrad mit VRS-Abo beträgt nach der ersten halben Stunde 1,25 Euro, für Personen ohne VRS-Abo 1,75 Euro. Die Tageshöchstpreise belaufen sich auf 12 Euro beziehungsweise 15 Euro mit VRS-Abo sowie auf 15 Euro beziehungsweise 18 Euro ohne VRS-Abo. Ein Übernachttarif ermöglicht es zudem, das Rad zwischen 19 und 8 Uhr kostengünstig zu Hause abzustellen und morgens wieder loszuradeln. Ein Standardrad kostet 3,50 Euro, ein Pedelec im VRS-Abonnement 4,50 Euro. Ansonsten sind es 5 Euro beziehungsweise 6 Euro.

Das bIld zeigt Jonas Löhr, Dr. Marcel Frank, Landrat Arne von Boetticher und Gabi Wilhelm vor den neuen Bergischen e-Bikes