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21.07.10

RVK-Aufsichtsrat prüft Fortschritte beim Pilotprojekt Wasserstoffhybridbus

Am 10. Juni 2010 nahmen die Aufsichtsratsmitglieder der RVK den Prototypen des Wasserstoffhybridbusses in Helmond in Augenschein.


Gruppenaufnahme des RVK-Aufsichtsrats vor Wasserstoffhybridbus im Werk des Herstellers APTS.

Besuch des RVK-Aufsichtsrats im Werk des niederländischen Wasserstoffhybridbus-Herstellers.

Anfang 2011 wird die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) die ersten beiden Brennstoffzellenhybridbusse für den flächendeckenden Linienverkehr in NRW erhalten. Grund genug, den Mitgliedern des Aufsichtsrates einen Einblick in den Projektfortschritt zu geben.

Mit einem Reisebus reiste die Gruppe von Köln nach Helmond in den Niederlanden, wo die Busse gefertigt werden. Hergestellt werden die 18 Meter langen Gelenkomnibusse vom Typ „Phileas“ vom niederländischen Hersteller APTS (Advanced Public Transport Systems).

Eugen Puderbach, Geschäftsführer der RVK, betonte: „Praktizierter Umweltschutz ist fester Bestandteil der Unternehmensgrundsätze bei der RVK. Mit der Anschaffung der emissionsfreien Wasserstoffhybridbusse kommen wir unseren Umweltzielen ein ganzes Stück näher.“ 

Ruud Bouwman, technischer Direktor bei APTS, und Boris Jermer von HyCologne erläuterten bei einem Vortrag die Technik und mögliche Varianten beim Projekt Wasserstoffhybridbus. „Die Busse fahren vollkommen schadstofffrei und stoßen lediglich klimaneutralen Wasserdampf aus“, erklärt Jermer. Mit Hilfe der Brennstoffzelle lässt sich Wasserstoff durch eine chemische Reaktion in Strom umwandeln. Dieser versorgt den Elektromotor der Fahrzeuge.

„In Eindhoven können die Busse sogar entlang eines Magnet-Leitsystems fahren, das auf Busspuren installiert ist“, berichtet Bouwman. Mit einem Prototyp ging es auf eine beeindruckende Fahrt auf der Teststrecke mit automatischer Spurführung. 

Bei einer Werksbesichtigung konnte sich der RVK-Aufsichtsrat ein Bild von der Fertigung eines Wasserstoffhybridbusses machen. „Wir unterstützen das Engagement der RVK zur Anschaffung der alternativen Antriebsform mit null Emission“, erklärt Günter Rosenke, Vorsitzender des Aufsichtsrates. Die Mitglieder des RVK-Aufsichtsrates sehen dem Auslieferungsdatum und dem Betrieb der Busse gespannt entgegen. 

Auch deutsches Know-how fließt in das Projekt ein: Das Antriebssystem der Busse liefert das Unternehmen Vossloh-Kiepe aus Düsseldorf, die Batterien werden von der Firma Hoppecke aus Brilon hergestellt. Die eigentliche Brennstoffzelle stammt aus Kanada.

Jeweils zwei Busse werden in Amsterdam und im Rhein-Erft-Kreis zum Einsatz kommen. Die Betankung der RVK-Busse erfolgt an der Wasserstofftankstelle im Hürther Chemiepark. Dort fällt der Wasserstoff als Nebenprodukt der örtlichen Chemieindustrie ab und kann nun somit sinnvoll weiter genutzt werden.

Im Rahmen einer Testphase werden die Busse von 2011 bis 2014 eingesetzt. Das Projekt wird von der EU, dem Land NRW, dem Rhein-Erft-Kreis und den Städten Hürth und Brühl finanziell gefördert.


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