Pressemeldung \ Detailansicht
PatenTickets gewinnen Senioren für Bus und Bahn
Marketing von KVB und RVK mit wissenschaftlicher Unterstützung erfolgreich

Die Beteiligten des Forschungsprojektes "PatenTicket".

Zwei Paten der KVB und RVK: Renate Koch und Klaus Dietrich.
Gemeinsame Pressemeldung der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVBKVB
Kölner Verkehrs-Betriebe AG, Köln
) und der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) vom 19. Mai 2011
Köln - Das Forschungsprojekt „PatenTicket“ für Menschen über 60 Jahre befindet sich in einer zweiten Forschungsstufe. Die Mobilitätsdienstleister Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVBKVB
Kölner Verkehrs-Betriebe AG, Köln
) und Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) umwerben mit diesem bundesweit einmaligen Ansatz ältere Fahrgäste. Zirka 270 Abonnenten des Aktiv60Tickets erhielten durch die beiden Verkehrsunternehmen das Angebot, für drei Monate ein weiteres kostenfreies Ticket zu bekommen und dieses an Senioren aus dem Bekannten-, Freundes- oder Verwandtenkreis zu verschenken. Als „Pate“ und „Patenkind“ nutzen sie seit März gemein-sam Busse und Bahnen, um die Vorteile des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNVÖPNV
Öffentlicher Personen-Nahverkehr ) zu erfahren. Hiermit ist der Wunsch der Verkehrsunternehmen verbunden, weitere Abonnenten für das Aktiv60Ticket und somit als Stammkunden des ÖPNVÖPNV
Öffentlicher Personen-Nahverkehr zu gewinnen.
Dieses Empfehlungs-Marketing ist bundesweit einmalig. In der Regel werben Verkehrs-unternehmen genauso wie andere Unternehmen mit umfassenden Kundeninformationen und plakativen Slogans. In diesem Fall aber setzen KVBKVB
Kölner Verkehrs-Betriebe AG, Köln
und RVK gezielt darauf, dass sich ihre Kunden mit potenziellen Neukunden direkt austauschen. Gemeinsam werden die Nutz-barkeit des ÖPNVÖPNV
Öffentlicher Personen-Nahverkehr getestet sowie Vorteile und auch Verbesserungspotenziale ergründet. Ergebnis dieses Projektes sind somit nicht nur zusätzliche Abonennten des Aktiv60Tickets. Vielmehr geben Paten und Patenkinder den Verkehrsunternehmen auch Rückmeldungen über die Qualität des ÖPNVÖPNV
Öffentlicher Personen-Nahverkehr -Angebotes. Diese wiederum werden genutzt, um die Dienst-leistung im ÖPNVÖPNV
Öffentlicher Personen-Nahverkehr weiterzuentwickeln und zukünftige Marketingmaßnahmen zu gestalten.
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat den hohen Wert dieses Ansatzes herausgestellt und fördert das Projekt im Rahmen seiner Initiative „Mobilität21“ über die TÜV Rheinland Consulting GmbH als Projektträger. Die urbane konzepte gmbh (Frankfurt a. M.) leitet das Verbundprojekt, das Fachgebiet Verkehrswesen und Verkehrsplanung der Technischen Universität Dortmund begleitet es wissenschaftlich.
Im Mittelpunkt stehen folgende Fragestellungen:
- Lässt sich das Konzept, dass für die Großstadt Köln bereits in den Jahren 2007
bis 2009 erfolgreich getestet wurde, auch auf den suburbanen Raum des Kölner Umlandes und auf den ländlichen Raum übertragen?
- Ist das Patenschaftsmodell mit dem gegenseitigen Austausch der Kunden der Schlüssel zum Erfolg? Oder liegt dieser eher in einem längeren Zeitraum kostenfreier Nutzung des ÖPNVÖPNV
Öffentlicher Personen-Nahverkehr in Form von SchnupperTickets?
- Lässt sich der Erfolg mit Einbeziehung von Paten und Patenkindern aus vorange-gangenen Projektphasen vergrößern?
Köln unterscheidet sich von seinem Umland durch das ÖPNVÖPNV
Öffentlicher Personen-Nahverkehr Angebot. Während in der Großstadt Liniennetz und Fahrplantakt dichter sein können, sind die Möglichkeiten in dünner besiedelten Räumen begrenzter. Das Angebot ist dort durch bedarforientierte Bedienungsformen (TaxibusTaxibus
spezieller Fahrservice, Taxis zur Bushaltestelle rufen
o. ä.) geprägt. Gleichzeitig ist die Nutzung des PKW etablierter als in der Großstadt. Für die RVK stellt sich als kommunales Unternehmen deshalb die Frage, welche Kölner Erfahrungen sie direkt nutzen kann und inwieweit sie ihre Dienstleistung im Umland von Köln anders vermarkten muss.
Die Kölner KVBKVB
Kölner Verkehrs-Betriebe AG, Köln
kann auf eine sehr erfolgreiche erste Projektphase aus den Jahren 2007 bis 2009 zurückblicken. Seinerzeit haben 40 Prozent der teilnehmenden Patenkinder in den ersten Monaten nach dem Projekt ein Aktiv60Ticket erworben. 90 Prozent dieser neuen Stammkunden sind bis heute Ticketinhaber. Mit dem zweiten Projektdurchlauf verbindet sich nun die Frage, inwieweit sich der Erfolg in der Art eines Schneeballsystems noch weiter ausdehnen lässt.
Die derzeitigen Patenkinder sind durchschnittlich 70 Jahre alt, der älteste Teilnehmer kommt auf stolze 86 Jahre. Einige der Patenkinder gehörten bisher nicht zu den Kunden der Verkehrsunternehmen, andere haben Busse und Bahnen bereits gelegentlich genutzt.
In der späteren Evaluierung des Projektes werden die Wirkungen in die verschiedenen Richtungen analysiert und den Unternehmen hieraus wichtige Erkenntnisse zugänglich gemacht. Bundesweit blicken ÖPNVÖPNV
Öffentlicher Personen-Nahverkehr -Unternehmen in die Region Köln und erwarten Anhalts-punkte für das eigene Marketing. Allen ÖPNVÖPNV
Öffentlicher Personen-Nahverkehr -Unternehmen ist bewusst, dass sie sich auf die Auswirkungen des demographischen Wandels einstellen müssen. So baut die KVBKVB
Kölner Verkehrs-Betriebe AG, Köln
zusam-men mit der Stadt Köln zum Beispiel die Barrierefreiheit ihrer Anlagen kontinuierlich aus. Beispielsweise sind etwa 85 Prozent der Stadtbahn-Haltestellen sind bereits barrierefrei zugänglich und ermöglichen den niveaugleichen Einstieg in die Stadtbahnen. Zum Standard der RVK-Niederflurbusse zählen seit neuestem zwei Rollstuhlplätze sowie Rollatorenschlaufen zum Befestigen von Rollatoren, Kinderwagen oder Gepäckstücken. Die Haltestellen werden sowohl optisch als auch akustisch angekündigt. Des Weiteren bestehen Zielvereinbarungen mit Behindertenverbänden.


