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Mit dem Linienbus ins Grüne
Der Bergische WanderBus nimmt wieder Fahrt auf
Rheinisch-Bergischer Kreis - Mit der warmen Jahreszeit beginnt wieder die Wandersaison. Wie beliebt die Routen im Rheinisch-Bergischen Kreis sind, hat spätestens der Erfolg des im vergangenen Jahr neu eingeführten WanderBusses gezeigt: Allein im Oktober 2010 wurden 400 Wanderer gezählt, die den Bus an Samstagen, Sonn- und Feiertagen auf seiner Strecke zwischen Odenthal und Wermelskirchen genutzt haben. Der Betrieb des WanderBusses wird in diesem Jahr fortgesetzt.
„Als der Probebetrieb vor einem Jahr startete, hatten wir noch gemischte Gefühle“, erklärt Udo Wasserfuhr, der zuständige Bereichsleiter der Kreisverwaltung. „Damals waren wir uns noch nicht sicher, ob das Angebot eine Eintagsfliege wird.“ Erfahrungen mit einem solchen Projekt konnte schließlich noch keiner der Verantwortlichen vorweisen: Die Idee, einen im Netz des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg integrierten Linienbus anzubieten, der nach einem festen Fahrplan Wanderziele an Dhünn und Eifgenbach anfährt, war völlig neu.
Tatsächlich aber sind die Fahrgastzahlen im letzten Jahr beständig gestiegen, die Erwartungen wurden erfüllt. „Ich erhalte viele positive Rückmeldungen“, schildert etwa der Wermelskirchener Bürgermeister Eric Weik. „Menschen aus anderen Landkreisen kommen zu uns, um mit dem WanderBus die Wanderangebote in der Region wahrzunehmen.“ Der Bus sei ein „Kundenbringer“, von dem gerade auch die örtliche Gastronomie profitiere.
Bürgermeister Wolfgang Roeske aus Odenthal unterstrich, dass sowohl der Bus mit seinem markanten Schriftzug als auch die Fahrpläne, die an verschiedensten Orten verteilt werden und auch Wander- und Gastronomie-Tipps enthalten, aktiv für die Region werben: „Wir haben ein großes Touristisches Angebot vorzuweisen. Der WanderBus ist mittlerweile ein wichtiger Teil davon.“
Das Konzept wurde in einigen Bereichen allerdings auch verändert: Damit sich die Gäste die Fahrzeiten besser merken können, ist der Bus jetzt auf 2 Sunden und nicht mehr auf 90 Minuten getaktet. Dadurch lassen sich auch Verspätungen leichter kompensieren. Dafür wird dauerhaft ein Bus mit 24 Sitzen eingesetzt, im letzten Jahr waren es größtenteils Busse mit 16 Sitzen. Die Haltestelle „Wermelskirchen Busbahnhof“ wird nicht mehr angefahren, sie gehörte zu den weniger frequentierten Haltepunkten.
Um mit dem WanderBus ins Grüne zu kommen, genügt ein gültiges VRSVRS
Verkehrsverbund Rhein-Sieg
-Ticket. Die neun Haltestellen werden an allen Samstagen, Sonn- und Feiertagen im Zeitraum vom 22. April bis zum 1. November 2011 angefahren.
„Das praktische am WanderBus ist, dass man nicht unbedingt zum Ausgangspunkt der Wanderung zurückkehren muss“, so Sabine Hütten vom Tourismusverband Naturarena. „Wanderer können an einer Haltestelle aussteigen und nach belieben an einer anderen Haltestelle wieder einsteigen.“ So stelle der Bus eine sinnvolle Alternative zum Auto dar. Dass der Bus darüber hinaus auch einen „verbindenden Charakter für die Menschen“ hat, freut den Geschäftsführer der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK), Eugen Puderbach: „Manche nutzen den Bus gezielt, um andere Menschen kennenzulernen.“
Ob der Bus seine vielfältigen Funktionen auch im Jahr 2012 erfüllt, muss indes noch entschieden werden. Denn auch in diesem Jahr fährt der WanderBus offiziell im Probebetrieb.
Bildunterschrift:
v.l.n.r.: Eugen Puderbach, Geschäftsführer des RVK; Sabine Hütten, Leitung Marketing & PR der Naturarena; Udo Wasserfuhr, zuständiger Bereichsleiter im Rheinisch-Bergischen Kreis; Wolfgang Roeske, Bürgermeister von Odenthal und Eric Weik, Bürgermeister von Wermelskirchen vor dem Bergischen WanderBus.



