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25.03.15

RVK sensibilisiert Auszubildende und Trainer für Fahrgäste im Rollstuhl

„Wie können Busfahrer Fahrgäste im Rollstuhl unterstützen?“ – unter diesem Titel veranstalteten Dr. Horst Strohkendl, Lehrwart vom Deutschen Rollstuhl-Sportverband, und Sedat Özbicerler, Manager des Rollstuhlbasketballclubs Köln 99ers e. V. , einen Workshop für die Auszubildenden und Trainer der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK).


Dr. Horst Strohkendl demonstriert am Bus das Ein- und Aussteigen mit dem Rollstuhl.

Die RVK hat sich vor sechs Jahren in Absprache mit mehreren Verbänden dazu verpflichtet, die Situation von Menschen mit Behinderungen in ihrem Bedienungsgebiet zu verbessern. So hat die RVK beispielsweise Fahrzeuge mit Niederflurtechnik angeschafft und Busse mit Sicherheitsgurten für Rollstuhlfahrer versehen. Mit dem Workshop für die Trainer und Auszubildenden leistete das Unternehmen einen weiteren Beitrag.

Von der Theorie zur Praxis
Im Theorieteil des Workshops klärten Dr. Strohkendl und Sedat Özbicerler viele Fragen rund um das Thema Leben mit Rollstuhl. „Rollstuhlfahrer, die alleine öffentliche Verkehrsmittel nutzen, sind in der Regel selbstbewusste und selbstbestimmte Menschen. Einige davon können ohne fremde Hilfe problemlos in den Bus ein- und aussteigen“, erklärte Dr. Strohkendl den Teilnehmern. „Daher ist es ratsam, mit dem Hilfsangebot etwas abwarten und auf jeden Fall immer erst den Rollstuhlfahrer zu fragen, ob er Hilfe benötigt“, ergänzt Sedat Özbicerler.

Im anschließenden Praxisteil nahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst auf einem Rollstuhl Platz. Dabei übten sie, wie das Fortbewegen funktioniert, wie man bremst und Hürden oder hohe Borsteine überwinden kann. „Ich fand es sehr interessant, mich in die   Perspektive eines Rollstuhlfahrers hineinzuversetzen und nachzuvollziehen, worin die Schwierigkeiten liegen“, sagt Constantin Münzer, Auszubildender zur Fachkraft im Fahrbetrieb im 2. Ausbildungsjahr. „Hierdurch habe ich ein besseres Verständnis entwickelt. Ein Wissen, dass ich im Arbeitsalltag als Fahrer sehr gut einsetzen kann“.

Ein- und Aussteigen in den Bus
Im praktischen Teil lernten die Auszubildenden und Trainer außerdem, wie das Ein- und Aussteigen funktioniert. Die RVK setzt inzwischen fast ausschließlich Niederflurbusse mit der so genannten KneelingKneeling
(von englisch kneeling, knien) bezeichnet das Absenken eines Straßenfahrzeugs, speziell von Bussen auf der Einstiegsseite, um so den Fahrgästen das Einsteigen zu erleichtern.
-Funktion ein. Die Absenkfunktion erleichtert den Fahrgästen das Ein- und Aussteigen enorm. Bis auf wenige Ausnahmen verfügen alle Fahrzeuge zudem über Klapprampen.

Über die Kooperation mit den Köln 99ers
Als regionales Verkehrsunternehmen in kommunaler Trägerschaft sieht sich die RVK ihrem gesellschaftlichen Umfeld verpflichtet. Seit 2014 ist das Verkehrsunternehmen Sponsor und Partner des Rollstuhlbasketballclubs Köln 99ers.

„Die RVK unterstützt regelmäßig kulturelle, gemeinnützige und sportliche Initiativen und Vereine“, sagt RVK-Geschäftsführer Eugen Puderbach. „Die Partnerschaft mit den Köln 99ers hat für uns aber einen besonderen Stellenwert. Denn Rollstuhlbasketball ist ein Sport, den Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam betreiben – und das möchten wir fördern.“

Weitere Informationen zum Thema „Barrieren abbauen“ finden Interessierte auf der RVK-Internetseite www.rvk.de/startseite/info-barrierearm.html.


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