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20.03.14

Öffentliche Mobilität in der ländlichen Region

Was tun, wenn die Bevölkerung in den Ballungsräumen stetig wächst, in den ländlicheren Regionen jedoch schrumpft? Weniger Menschen, weniger junge Einwohner - geringere Grundversorgung? Die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) hat mit mehreren Partnern das Projekt RegioM 2030 bearbeitet, um Konzepte und Lösungen für die zukünftige Mobilitätsversorgung der ländlichen Region zu entwickeln.


Von links nach rechts:

Von links nach rechts: Dr. Reimar Molitor (Region Köln/Bonn e.V.), Landrat Wolfgang Spelthahn (Kreis Düren), Landrat Michael Kreuzberg (Rhein-Erft), Landesverkehrsminister Michael Groschek, Landrat Günter Rosenke (Kreis Euskirchen), Bürgermeister Hans-Peter Haupt (Stadt Wesseling) und Eugen Puderbach (Geschäftsführer der Regionalverkehr Köln GmbH)

Gemeinsam mit dem Region Köln/Bonn e.V. lud die RVK am 20. März 2014 zur Abschlussveranstaltung des vom Land NRW geförderten Projektes ein. Berichtet wurde über neue Denkansätze vor dem Hintergrund der Verflechtungen zwischen ÖPNVÖPNV
Öffentlicher Personen-Nahverkehr
und Siedlungsentwicklung.

Sechs Redner sprachen vor über 100 Teilnehmern der Fachtagung. Unter anderem referierten mit Verkehrsminister Michael Groschek, Prof. Dr.-Ing. Christoph Hebel von der FH Aachen und Eugen Puderbach, Geschäftsführer der RVK, Spezialisten verschiedenster Institutionen zum Thema.

Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen betonte anlässlich der Tagung: „Mobilitätsmanagement in den Kommunen wird immer mehr zu einem wichtigen und zukunftsweisenden Standortfaktor. Das Land unterstützt die Kommunen durch Modellprojekte wie RegioM 2030 und den Aufbau vier regionaler Koordinierungsstellen für Verkehrssicherheit und Mobilitätsmanagement.“

Den veränderten demografischen Bedingungen im ländlichen Raum muss Rechnung getragen werden. Dabei sind völlig neue Denkansätze notwendig, um die betroffenen Räume weiterhin lebendig und lebenswert zu erhalten. Als Geschäftsführer eines regional tätigen Verkehrsunternehmens ist sich Eugen Puderbach sicher: „Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNVÖPNV
Öffentlicher Personen-Nahverkehr
) hat für die Daseinsvorsorge in ländlich geprägten Räumen eine Schlüsselfunktion. Mit der Kompetenz und Mitwirkung der Kommunen und Akteure vor Ort können wir maßgeschneiderte Angebote realisieren und damit das öffentliche Verkehrsangebot für wirtschaftlich gut aufgestellte Kommunen langfristig sicherstellen.“

Die RVK, die Aufgabenträger der Kreise Euskirchen, Rhein-Erft, Rhein-Sieg und Düren, die Planungsgesellschaft Verkehr aus Köln und die Fachhochschule Aachen sowie ausgewählte Kommunen hatten ihre Fachleute in die Projektgruppe RegioM 2030 entsandt. Anhand festgelegter Untersuchungsräume und bereits vorhandener Studien aus Vorläuferprojekten wurde seit 2012 an einem denk- und gangbaren Maßnahmenspektrum für eine zukunftsfähige Mobilitätsversorgung gearbeitet.

Eine gute ÖPNVÖPNV
Öffentlicher Personen-Nahverkehr
-Grundversorgung wird von allen als einer der wichtigsten Indikatoren für die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit ländlicher Kommunen gesehen. Besondere Rücksicht ist dabei auf die steigende Zahl älterer und mobilitätseingeschränkter Menschen zu nehmen. Zu Stichworten wie "DorfTicket", "Trau-Dich-Ticket", "Mobilist" oder "ÖPNVÖPNV
Öffentlicher Personen-Nahverkehr
-Resensibilisierung" wurden Steckbriefe erarbeitet. Diese Steckbriefe enthalten neben der Kurzbeschreibung jeweils eine Liste von Punkten, wie zum erwartenden Potential oder zur Finanzierung. Mittels dieser Kriterien, ist eine Fallentscheidung vor Ort leicht möglich. Im Mai wird es einen abschließenden Projektbericht geben, der auch alle Steckbriefe umfasst.

Dr. Reimar Molitor, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Region Köln/Bonn e.V., moderierte die Tagung und  sprach über die Herausforderungen der zukünftigen Siedlungs- und Raumentwicklung. „Mobilität und Siedlungsentwicklung müssen integriert betrachtet werden. Ein gutes Mobilitätsnetz schließt alle Teilräume und Standorte in der Region ein und sichert deren Zukunftsfähigkeit.“ Molitor führte weiter aus, dass die demografischen Veränderungen in der Region zwischen Wachstum und Schrumpfung eine Optimierung und in Teilen auch Neuorganisation von Mobilität erfordern. Entwicklungen im Bestand durch ein verbessertes Mobilitätsmanagement seien ebenso notwendig wie der strategische Umbau und die Neuschaffung zukunftsfähiger Infrastrukturen.


Der Region Köln/Bonn e.V. bearbeitet regionale Themen der Strukturentwicklung und fungiert als Schnittstelle zu den strukturpolitisch relevanten Stellen der EU, des Bundes und des Landes. In seiner Eigenschaft als Vorstandsmitglied des Vereins sprach auch Landrat Michael Kreuzberg vom Rhein-Erft-Kreis.

Was bleibt, ist die notwendige Unterstützung und Umsetzung. RegioM 2030 und die Fachveranstaltung sind insofern als Aufforderung und Angebot zugleich gedacht, die Herausforderung einer zukunftsfähigen Mobilitätsversorgung im ländlichen Raum als Gemeinschaftsaufgabe von Kommunen, Kreisen und Verkehrsunternehmen anzunehmen und zu bewältigen.

<media 1927 - - "TEXT, Regio M 2030 Flyer FINAL, RegioM_2030_Flyer_FINAL.pdf, 3.4 MB">Flyer RegioM 2030</media>


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