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07.07.12

Neue Zeitrechnung für Buskunden im Rheinisch-Bergischen Kreis

Dynamisches Fahrgastinformationssystem in Bensberg eingeweiht – Auch Leichlingen und Wermelskirchen geplant


Bild: (v. li.) Wilmund Opladen (Vorsitzender Ausschuss Verkehr & Bauen), Dr. Wilhelm Schmidt-Freitag (Geschäftsführer VRS), Juilane Krahforst (Wupsi), Jürgen Hanisch (Abteilungsleiter Dienstleistung/Organisation RVK), Bürgermeister Lutz Urbach (Stadt Bergisch Gladbach), Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke (Rheinisch-Bergischer Kreis), und Alfred Jakobs (Abteilung ÖPNV Rheinisch-Bergischer Kreis).

Rheinisch-Bergischer Kreis. Eine neue Zeitrechnung begann Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke gemeinsam mit der Stadt Bergisch Gladbach, dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRSVRS
Verkehrsverbund Rhein-Sieg
), der Wupsi und der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) im Rheinisch-Bergischen Kreis. Zusammen weihten sie am Busbahnhof in Bergisch Gladbach-Bensberg das neue Dynamische Fahrgastinformationssystem (DFI) ein. Die Kunden des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNVÖPNV
Öffentlicher Personen-Nahverkehr
) kommen nun in den Genuss von Fahrgastinformationen auf Basis von Echtzeit-Daten. Auf den DFI-Displays lassen sich die Zeiten der einkommenden Busse von Wupsi und RVK nun minutengenau ablesen. Das heißt, auf den Anzeigern werden quasi wie bei einem Countdown die Minuten bis zur Ankunft eines Busses herunter gezählt. Es wird fast immer die Ist-Zeit, also die tatsächliche Ankunftszeit, angezeigt und nicht die Zeit, die im Fahrplan steht. „Das neue System steigert die Attraktivität und führt zu einer Stärkung des ÖPNV“, ist sich der Landrat sicher. Zudem blickte er in die Zukunft, denn sukzessive sollen auch die Busbahnhöfe in Leichlingen, Overath und Rösrath mit dem System ausgestattet werden. In Wermelskirchen wird das DFI  installiert, wenn der Busbahnhof umgebaut wird. Am Busbahnhof in Bergisch Gladbach läuft bereits der Testbetrieb.


Ziele und Vorteile des Dynamischen Fahrgastinformationssystems
Seit Donnerstag informieren nun direkt am Eingang des Busbahnhofs und auf den Fahrsteigen die DFI-Displays über Abfahrtszeiten in Echtzeit. Damit weiß jeder Kunde sofort genau, wann es für ihn losgeht. Bei einer Verspätung kann der Fahrgast schnell reagieren und eventuell eine alternative Linie nutzen oder anderen Dingen nachgehen, um die Zeit zu überbrücken. „Das ist eine echte Aufwertung für Bensberg“, freute sich Bergisch Gladbachs Bürgermeister Lutz Urbach, „und erhöhtht
Handy-Ticket, Fahrkartenkauf mit dem Mobiltelefon
deutlich den Komfort.“ 

 
VRSVRS
Verkehrsverbund Rhein-Sieg
übernahm Löwenanteil der Kosten
Der Rheinisch-Bergische Kreis gab den Anstoß für die Umsetzung des Dynamischen Fahrgastinformationssystems und übernahm 15 Prozent der Kosten. Mit 85 Prozent bezuschusste der Verkehrsverbund Rhein-Sieg aus Fördermitteln des Landes NRW die Maßnahme. „Die Kundeninformation ist uns ein sehr wichtiges Anliegen. Fehlende Informationen über Pünktlichkeit, Fahrplan und Anschlusssicherung sind das Zugangshemmnis Nummer 1 im ÖPNVÖPNV
Öffentlicher Personen-Nahverkehr
. Daher hat der VRSVRS
Verkehrsverbund Rhein-Sieg
gerne die Finanzierung für das Dynamische Fahrgastinformationssystem übernommen“, erklärte Geschäftsführer Dr. Wilhelm Schmidt-Freitag. Die reine Investitionssumme – beispielsweise für die Displays, ohne die Kosten für das Hintergrundsystem und die Datenversorgung – betrug in Bensberg rund 100.000 Euro. Für die Ausschreibung, Beschaffung der Technik und die gesamte Montage zeichnete die kreisanteilseigene Kraftverkehr Wupper-Sieg AG (Wupsi) verantwortlich. Die Regionalverkehr Köln GmbH brachte ihre Erfahrungen von anderen Projekten mit ein und setzt die Technik beispielsweise auch in ihrem Kundencenter am Bensberger Busbahnhof ein.

Wupsi sorgte für die Umsetzung
Der Inbetriebnahme der neuen Technik gingen weitreichende technische Entwicklungen bei der Wupsi und der RVK voraus. Neben der vollständigen Streckenvermessung und der Erfassung aller Linien- und Haltestellenkoordinaten wurden alle Wupsi-, RVK- und Subunternehmer-Linienbusse mit neuester Bordtechnik ausgerüstet. Nach der Umstellung der Leitstellentechnik erfolgte die Installation der DFI-Anzeiger und deren Versorgung mit den Daten der Linienbusse. Diese senden per Mobilfunk (GPRS) ständig ihre Standort-Daten in das Betriebsleitsystem (ITCS, Intermodal Transport Control System), das anhand definierter Parameter die Ist-Zeit fortlaufend errechnet.


„Die Verkehrsunternehmen speisen ihre Daten in einen Datenserver des VRSVRS
Verkehrsverbund Rhein-Sieg
ein. Dort werden alle Ist- und Soll-Daten der VRSVRS
Verkehrsverbund Rhein-Sieg
-Unternehmen gebündelt“, erklärte Juliane Krahforst von der Wupsi.  Auf den DFI-Anzeigern können die Ist-Daten aller Buslinien im Rheinisch-Bergischen Kreis angezeigt werden. Stehen einmal für eine Buslinie keine Ist-Daten zur Verfügung, wird die entsprechende Fahrplanzeit auf dem Anzeiger abgebildet. „Das ist ein qualitativ hochwertiges Angebot“, findet Jürgen Hanisch von der RVK zurecht.


Für den Fahrgast ist die Ist-Auskunft daran zu erkennen, dass die Abfahrt der Linien am jeweiligen Bussteig in Minuten angezeigt wird (beispielsweise 2 Minuten). Die SOLL-Zeit wird hingegen wie in einem normalen Fahrplan als Uhrzeit (beispielweise 11:22 Uhr) dargestellt. In den letzten Monaten fand ein ausgiebiger Testbetrieb statt, der jetzt in den Regelbetrieb umgeschaltet wurde.

(Verfasser: Rheinisch-Bergischer Kreis, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit)


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