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06.05.11

Für einen sauberen Nahverkehr im Rheinland: RVK nimmt erste Wasserstoff-Hybridbusse in Betrieb

Die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) nimmt ab sofort die ersten schadstofffreien Wasserstoff-Hybridbusse im Rheinland in Betrieb. Das zukunftsweisende Projekt ist mit Hilfe europäischer Kooperationspartner realisiert worden - ein wichtiger Schritt für einen nachhaltigen Öffentlichen Personennahverkehr in eine Zukunft mit „Null Emission“.


Minister Voigtsberger

Minister Voigtsberger (ganz rechts), Landrat Rosenke (Aufsichtsratsvorsitzender der RVK, 2. v.r.), RVK-Geschäftsführer Puderbach (Mitte), Landrat Stump (ganz links) und Bürgermeister Boecker (2. v. l.) präsentierten die neuen Wasserstoff-Hybridbusse der RVK am Busbahnhof in Hürth.

Köln/Hürth – Am Freitag, 06. Mai stellten NRW-Wirtschafts- und Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger und Landrat Werner Stump (Rhein-Erft-Kreis) zusammen mit RVK-Geschäftsführer Eugen Puderbach und dem RVK-Aufsichtsratsvorsitzenden Landrat Günter Rosenke die ersten beiden Wasserstoff-Hybridbusse des Rheinlands offiziell vor.

Unter dem Motto „Wasserstoff – der Energieträger der Zukunft im ÖPNV“ wurde das Kooperationsprojekt für eine saubere Umwelt in Hürth präsentiert. Erstmalig in Nordrhein-Westfalen werden in der Region Köln von nun an mit Wasserstoff betriebene Busse in einem flächendeckenden Linienverkehr eingesetzt.

Die Busse werden zunächst im Rahmen einer fünfjährigen Testphase sowohl im Regionallinienverkehr des Rhein-Erft-Kreises als auch im Stadtverkehr in Hürth und Brühl eingesetzt. Der Rhein-Erft-Kreis und die Stadtwerke von Hürth und Brühl sind zusammen mit der Initative HyCologne e. V. die regionalen Kooperationspartner der RVK in diesem Projekt. Für Fahrgäste des ÖPNVÖPNV
Öffentlicher Personen-Nahverkehr
sind die silbernen Wasserstoff-Hybridbusse auf den ersten Blick zu erkennen:

Sie tragen die Schriftzüge „Wasserstoff - der Energieträger der Zukunft im ÖPNV“ und „Null Emission“.

Minister Voigtsberger erläuterte während der Präsentation im Hürther UCI-Kino: „Dieses Fahrzeug ist der weltweit erste Gelenkbus mit Brennstoffzellenantrieb und das Ergebnis eines vorbildlichen, grenzüberschreitenden Forschungsprojekts zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und den Niederlan¬den.“

RVK-Geschäftsführer Eugen Puderbach betonte: „Die Wasserstoff-Hybridbusse sind ein richtungsweisender Meilenstein des Umweltkonzepts ‚Null Emission’ der RVK. Mit dieser Antriebstechnologie werden wir schon heute den Anforderungen unseres eigenen Zukunftskonzepts gerecht.“

Schadstofffreier Nahverkehr
Präzise bezeichnet handelt es sich um wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen-Hybridbusse. Diese Fahrzeuge stoßen, im Gegensatz zu beispielsweise Diesel-Hybridbussen, keinerlei klimaschädlichen Schadstoffe wie Kohlendioxid (CO2) aus. Es wird lediglich klimaneutraler Wasserdampf freigesetzt. Auch die Lärmemissionen sind um ein Vielfaches reduziert.

Europäisches Projekt mit Wasserstoff
Die neuartigen Gelenkbusse tragen die Typbezeichnung „Phileas“ und sind im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojektes zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden gefertigt worden. Mit circa 18 Metern Länge sind die Busse die derzeit längsten ihrer Art weltweit. Als Treibstoff dient Wasserstoff, der im Hürther Chemiepark Knapsack als Nebenprodukt anfällt und somit sinnvoll weiter genutzt werden kann. Dort befindet sich auch die erste öffentlich zugängliche Wasserstofftankstelle in NRW, an der die Busse künftig betankt werden.

Der Wasserstoff wird im Bus mit Hilfe einer Brennstoffzelle in elektrische Energie umgewandelt. Dies geschieht durch eine elektrochemische Reaktion von Sauerstoff und Wasserstoff. Zusätzlich kann das Hybrid-System die bei jedem Bremsvorgang entstehende Energie zwischenspeichern und dann beim Beschleunigen wiederverwerten.

Planung und Konstruktion
Die Phileas-Busse wurden vom niederländischen Hersteller APTS (Advanced Public Transport Systems) gebaut und tragen deutsches Know-how in sich. Die Antriebstechnik hat das Düsseldorfer Unternehmen Vossloh Kiepe GmbH entwickelt. Das Batteriesystem stammt von der Firma Hoppecke Batterien GmbH & Co. KG aus Brilon, die Brennstoffzelle kommt vom kanadischen Hersteller Ballard Power Systems Inc. Insgesamt wurden vier Fahrzeuge als Prototypen gebaut, von denen zwei von der RVK und zwei von der Amsterdamer Verkehrsgesellschaft GVB betrieben werden.

In internationalen Initiativen wird das Projekt vom Hürther Verein HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e. V. vertreten. Zudem wird es von Instituten der FH Köln und der RWTH Aachen wissenschaftlich begleitet. Finanzielle Förderungen kommen vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, dem Land NRW, dem Rhein-Erft-Kreis sowie den Städten Hürth und Brühl.

Informieren Sie sich auch auf unserer Seite "Der Wasserstoffbus".

In einem 10-minütigen Film hat die RVK die Entwicklung der Wasserstoff-Hybridbusse dokumentiert. Der Film „Von der Idee bis auf die Straße“ steht zum Download und zur weiteren Verwendung mit Quellenhinweis „RVK“ unter dem unten stehenden Link bereit.


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